Renato und Iva.
Im Oktober 2025 hat die Familie Tomlinović aus Hvar Gallo übernommen.
Hinter ihnen steht Zori, das Restaurant auf Palmižana, das seit Jahren die Gastronomie der Insel prägt. Saison, Meer, Insel. Jetzt Zagreb.
Sie bringen keine Revolution. Dieselbe Philosophie: adriatischer Fisch, handgerollte Pasta, saisonales Gemüse, ein Weinkeller, Flasche für Flasche aufgebaut. Aber ein anderer Rhythmus. Eine andere Hand auf der Seite. Das Empfinden von Menschen, die zwölf Monate im Jahr in der Küche leben und das Meer durchs Fenster sehen.

Die Küche bleibt offen.
Bei Gallo ist die Küche nie verborgen. Du siehst sie, sobald du dich setzt.
Das ist Absicht. Pasta wird von Menschen gerollt, nicht von Maschinen. Fisch kommt ganz, nicht in der Box. Zutaten liegen auf dem Tresen, bevor sie den Teller erreichen.
Trüffel echt. Pfifferlinge frisch. Rožata wie in Dubrovnik gebacken.
Was du isst, ist das, was du hast machen sehen. Nicht mehr.
Und um dich, ein Hof.
Castellum liegt zurückgesetzt von der Straße. Du gehst von Hebrangova durch eine Passage und die Stadt hört auf. Backstein, Holz, Pflanzen, die sich seit Jahren von selbst ausbreiten.
Im Sommer wird draußen gegessen, unter einem Himmel, den du sonst in der Unterstadt nicht findest. Im Winter drinnen, wo handgerollte Pasta von den Holzbalken hängt wie in einem ligurischen Bauernhof.
Hierher kommt man nicht zufällig. Jemand schickt dich.
