— GESCHICHTE · GALLO —

Dreiundzwanzig Jahre.
Ein Dach.

Die Geschichte einer Adresse, zweier Familien und einer Küche, die nicht stillsteht.

— Der Anfang —

2002. Hebrangova.

Castellum war gerade erst gebaut. Eine Geschäftsadresse mitten in der Unterstadt, zehn Gehminuten vom Hauptplatz. In seinem Hof, zwischen Backstein, Bäumen und einer Stille, die man anderswo nicht hört, hat Gallo seine Türen geöffnet.

Die Idee war einfach. Das Mittelmeer in Zagreb. Fisch, wie ihn Dalmatien isst. Pasta, wie sie Ligurien rollt. Wein aus dem ganzen Kontinent.

Unter den ersten in Zagreb, die Pasta täglich von Hand rollten. Das hat sich nicht geändert.

— Gäste —

Ein Tisch mit Gedächtnis.

Zwei Jahrzehnte und mehr ist Gallo die Adresse, die das diplomatische Zagreb auswendig kennt. Die kroatische Regierung, Botschaften, Präsidenten anderer Länder, wenn sie kommen.

Durch die Tür gingen Macron, Laura Bush, Karamanlis. Nick Cave, Richard Gere, Lenny Kravitz, Beyoncé. Die ganze Mannschaft von Real Madrid. Die ganze Mannschaft von Ajax. UEFA. Die HAZU hat ihr 150-jähriges Jubiläum an diesen Tischen begangen.

— Die Tomlinović —

Renato und Iva.

Im Oktober 2025 hat die Familie Tomlinović aus Hvar Gallo übernommen.

Hinter ihnen steht Zori, das Restaurant auf Palmižana, das seit Jahren die Gastronomie der Insel prägt. Saison, Meer, Insel. Jetzt Zagreb.

Sie bringen keine Revolution. Dieselbe Philosophie: adriatischer Fisch, handgerollte Pasta, saisonales Gemüse, ein Weinkeller, Flasche für Flasche aufgebaut. Aber ein anderer Rhythmus. Eine andere Hand auf der Seite. Das Empfinden von Menschen, die zwölf Monate im Jahr in der Küche leben und das Meer durchs Fenster sehen.

— Philosophie —

Gallo hat 2002 mit einer Idee eröffnet: ein Raum, in dem du sitzt, weil du sitzt, nicht weil du musst. Alles andere ordnet sich darum.

Wand der Auszeichnungen: Michelin Selection, Gault & Millau
— Küche —

Die Küche bleibt offen.

Bei Gallo ist die Küche nie verborgen. Du siehst sie, sobald du dich setzt.

Das ist Absicht. Pasta wird von Menschen gerollt, nicht von Maschinen. Fisch kommt ganz, nicht in der Box. Zutaten liegen auf dem Tresen, bevor sie den Teller erreichen.

Trüffel echt. Pfifferlinge frisch. Rožata wie in Dubrovnik gebacken.

Was du isst, ist das, was du hast machen sehen. Nicht mehr.

— Hof —

Und um dich, ein Hof.

Castellum liegt zurückgesetzt von der Straße. Du gehst von Hebrangova durch eine Passage und die Stadt hört auf. Backstein, Holz, Pflanzen, die sich seit Jahren von selbst ausbreiten.

Im Sommer wird draußen gegessen, unter einem Himmel, den du sonst in der Unterstadt nicht findest. Im Winter drinnen, wo handgerollte Pasta von den Holzbalken hängt wie in einem ligurischen Bauernhof.

Hierher kommt man nicht zufällig. Jemand schickt dich.

Der Castellum-Hof, von Hebrangova versteckt

Dreiundzwanzig Jahre.
Gleiche Werte.
Eine neue Hand.

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Hebrangova 34 · ZagrebMo-Sa · 12:00-24:0001 4814 014
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